Sodbrennen entsteht durch das Aufsteigen von Magensäure in die Speiseröhre und ist ein weit verbreitetes Problem. Häufige Ursachen sind üppige Mahlzeiten, Stress, bestimmte Lebensmittel oder ein schwacher Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre. Die typischen Symptome umfassen brennende Schmerzen hinter dem Brustbein, saures Aufstoßen und ein unangenehmer Geschmack im Mund.
In österreichischen Apotheken stehen verschiedene wirksame Medikamente zur Verfügung:
Die Dosierung richtet sich nach der Schwere der Beschwerden. Präventive Maßnahmen wie kleinere Portionen, Verzicht auf säurehaltige Speisen und aufrechte Körperhaltung nach dem Essen können Sodbrennen effektiv vorbeugen.
Magenschmerzen können verschiedene Ursachen haben - von harmlosen Verdauungsbeschwerden bis hin zu ernsteren Erkrankungen wie Gastritis. Eine Gastritis, die Entzündung der Magenschleimhaut, tritt in akuter oder chronischer Form auf und verursacht drückende oder brennende Schmerzen im Oberbauch.
Zur Therapie stehen verschiedene Medikamentengruppen zur Verfügung: Säureblocker reduzieren die Magensäureproduktion, Magenschutzpräparate bilden einen schützenden Film auf der Schleimhaut, und krampflösende Mittel entspannen die Magenmuskulatur. Beliebte Präparate in österreichischen Apotheken sind Buscopan gegen Krämpfe, Iberogast als pflanzliches Kombinationspräparat und Gaviscon zum Magenschutz.
Bei nachgewiesener Helicobacter pylori-Infektion ist eine spezielle Antibiotika-Therapie erforderlich. Warnsignale wie anhaltende starke Schmerzen, Blut im Stuhl oder Gewichtsverlust erfordern umgehend ärztliche Abklärung, da ernstere Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen.
Durchfall kann als akutes oder chronisches Problem auftreten und beeinträchtigt die Lebensqualität erheblich. Akuter Durchfall dauert meist wenige Tage, während chronischer Durchfall länger als vier Wochen anhält und eine ärztliche Abklärung erfordert.
Die Auslöser sind vielfältig und umfassen bakterielle oder virale Infektionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz sowie psychischen Stress. Zur medikamentösen Behandlung stehen bewährte Präparate zur Verfügung:
Bei der Ernährung hat sich die BRAT-Diät (Bananen, Reis, Apfel, Toast) bewährt. Für Reisedurchfall empfiehlt sich präventiv eine Reiseapotheke mit entsprechenden Medikamenten.
Obstipation bezeichnet seltenen, harten Stuhlgang (weniger als dreimal wöchentlich) und ist ein weit verbreitetes Problem. Symptome umfassen Bauchschmerzen, Blähungen und das Gefühl unvollständiger Entleerung.
Je nach Ursache und Schweregrad stehen verschiedene Abführmittel-Typen zur Verfügung:
Chronische Verstopfung kann zu Hämorrhoiden und Analfissuren führen. Eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und regelmäßige Bewegung unterstützen die natürliche Darmfunktion nachhaltig.
Blähungen entstehen durch die Ansammlung von Gasen im Verdauungstrakt, meist verursacht durch bakterielle Gärungsprozesse unverdauter Nahrungsbestandteile. Entschäumende Wirkstoffe wie Simeticon und Dimeticon helfen dabei, die Gasbläschen im Darm aufzulösen und deren Ausscheidung zu erleichtern.
Bei Enzymmangel können Verdauungsenzyme die Nahrungsverwertung verbessern. Kräutertees mit Fenchel, Kümmel oder Anis sowie eine ballaststoffarme Ernährung helfen vorbeugend gegen Völlegefühl.
Motion Sickness entsteht durch widersprüchliche Signale zwischen Gleichgewichtsorgan und visueller Wahrnehmung während der Fahrt. Der Wirkstoff Dimenhydrinat blockiert Histamin-Rezeptoren im Brechzentrum und lindert effektiv Reiseübelkeit.
Die Einnahme sollte 30-60 Minuten vor Reiseantritt erfolgen. Erwachsene nehmen 50-100mg, Kinder die Hälfte. Auch bei Schwangerschaftsübelkeit kann Ingwer schonend helfen.