Sodbrennen entsteht durch das Aufsteigen von Magensäure in die Speiseröhre und betrifft in Österreich etwa 20% der Bevölkerung regelmäßig. Die Hauptursachen sind ein schwacher Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre, bestimmte Nahrungsmittel, Stress oder eine Refluxkrankheit. Typische Auslöser sind fettige Speisen, Kaffee, Alkohol und Nikotin.
Betroffene leiden unter brennenden Schmerzen hinter dem Brustbein, saurem Aufstoßen und einem bitteren Geschmack im Mund. Diese Beschwerden können den Schlaf beeinträchtigen, die Lebensqualität mindern und bei chronischem Verlauf zu Entzündungen der Speiseröhre führen.
Die Dosierung richtet sich nach der Schwere der Symptome. Antazida helfen bei akuten Beschwerden, während Protonenpumpenhemmer bei häufigem Sodbrennen über mehrere Tage eingenommen werden. Bei anhaltenden Beschwerden über zwei Wochen, Schluckbeschwerden oder nächtlichen Symptomen sollten Sie unbedingt einen Arzt konsultieren.
Verdauungsprobleme wie Blähungen, Völlegefühl und Bauchkrämpfe entstehen häufig durch hastiges Essen, ballaststoffreiche Kost, Stress oder eine gestörte Darmflora. In Österreich leiden etwa 15% der Menschen regelmäßig unter funktionellen Verdauungsbeschwerden, die zwar unangenehm, aber meist harmlos sind.
Blähungen entstehen durch Gasansammlungen im Darm, verursacht durch unverdaute Nahrungsreste, die von Darmbakterien zersetzt werden. Besonders Hülsenfrüchte, Kohlgemüse, kohlensäurehaltige Getränke und Zuckerersatzstoffe können diese Beschwerden verstärken.
Unterstützend wirken langsames Essen, ausreichend Flüssigkeit und regelmäßige Bewegung. Vermeiden Sie blähende Lebensmittel und kauen Sie gründlich. Bei anhaltenden Beschwerden oder Gewichtsverlust ist eine ärztliche Abklärung ratsam.
Durchfall wird medizinisch als häufiger, wässriger Stuhlgang definiert. Akuter Durchfall tritt plötzlich auf und dauert meist wenige Tage, oft verursacht durch Infektionen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Chronischer Durchfall hingegen besteht über mehrere Wochen und kann auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen.
Bei anhaltendem Durchfall verliert der Körper große Mengen an Flüssigkeit und wichtigen Elektrolyten wie Natrium und Kalium. Dies kann zu gefährlicher Austrocknung führen, besonders bei Kindern und älteren Menschen. Warnsignale sind trockene Mundschleimhaut, Schwindel und verminderte Urinproduktion.
Für die Behandlung stehen verschiedene bewährte Präparate zur Verfügung:
Während akuter Durchfallerkrankungen sollten Sie auf leicht verdauliche Kost setzen: Zwieback, geriebener Apfel, Bananen und Reis. Meiden Sie Milchprodukte, fettes Essen und Kaffee. Suchen Sie umgehend einen Arzt auf bei hohem Fieber, Blut im Stuhl oder Anzeichen schwerer Dehydratation.
Verstopfung (Obstipation) liegt vor, wenn weniger als drei Stuhlentleerungen pro Woche auftreten oder der Stuhlgang erschwert ist. Harter, klumpiger Stuhl und das Gefühl unvollständiger Entleerung sind weitere Anzeichen. In Österreich leiden etwa 15% der Bevölkerung unter chronischer Verstopfung.
Verstopfung kann verschiedene Ursachen haben: ballaststoffarme Ernährung, zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, Bewegungsmangel, bestimmte Medikamente oder Stress. Auch organische Erkrankungen oder hormonelle Veränderungen können verantwortlich sein.
Je nach Ursache und Schwere stehen verschiedene Laxantien zur Verfügung:
Beginnen Sie immer mit der niedrigsten wirksamen Dosis und steigern Sie diese nur bei Bedarf. Quellstoffe benötigen ausreichend Flüssigkeitszufuhr. Stimulierende Abführmittel sollten nicht dauerhaft verwendet werden, da sie zur Gewöhnung führen können und die natürliche Darmfunktion beeinträchtigen.
Übelkeit und Erbrechen sind häufige Beschwerden, die verschiedene Ursachen haben können. Von Magen-Darm-Infekten über Medikamentennebenwirkungen bis hin zu Stress – die Auslöser sind vielfältig und erfordern eine gezielte Behandlung.
Reiseübelkeit entsteht durch widersprüchliche Sinneseindrücke während der Fahrt und betrifft besonders empfindliche Personen. Schwangerschaftsübelkeit hingegen wird durch hormonelle Veränderungen verursacht und tritt meist in den ersten Schwangerschaftsmonaten auf.
Für die Behandlung von Übelkeit stehen verschiedene antiemetische Medikamente zur Verfügung:
Bei der Anwendung sind Kontraindikationen zu beachten. Schwangere sollten nur nach ärztlicher Rücksprache Medikamente einnehmen. Ergänzend können nicht-medikamentöse Ansätze wie Akupressur, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und das Meiden auslösender Faktoren hilfreich sein.
Der Schutz der Magenschleimhaut ist essentiell für eine gesunde Verdauung. Risikofaktoren wie Stress, unregelmäßige Mahlzeiten, Alkohol und bestimmte Medikamente können die empfindliche Magenschleimhaut schädigen und zu Beschwerden führen.
Verschiedene Präparate bieten wirksamen Magenschutz:
Bei nachgewiesener Helicobacter pylori-Infektion ist eine spezielle antibiotische Behandlung erforderlich. Präventiv wirken regelmäßige Mahlzeiten, Stressreduktion und der Verzicht auf magenschädigende Substanzen.
Besondere Vorsicht ist bei Wechselwirkungen geboten – manche Magenschutzmittel können die Aufnahme anderer Medikamente beeinträchtigen. Eine fachkundige Beratung in der Apotheke ist daher empfehlenswert.